i'm just killing lately
Listen to your Heart. Kapitel 7

"Oh mein Gott. Das ist ja Blondie", sagte ich schockiert.

"Blondie?", fragte Litti und hob eine Augenbraue hoch.

"Ja ich hab ihm einen Sitznamen verpasst. So konnte ich wenigstens über ihn lachen", erklärte ich ihr und musste, ja wie schon gesagt, lachen.

"Ich finde der Name passt wie die Faust aufs Auge.Der war echt dämlich",antwortete Litti und lachte ebenfalls.

"Du sagst es", sagte ich.

Mein Blick wanderte über die restlichen Spieler. Ich blieb in der Mitte des Bildes hängen. Dort saß er. Seine hellblauen Augen starrten mich glücklich an.Bei seinem Anblick wurde mir leicht schwindelig.Aber im positiven Sinne. Ich musste sofort daran denken wie er mich angelächelt hat.

"Huhu Erde an Jess", tönte es auf einmal.

"Ja..was..wie...bin doch da",stammelte ich.

Besorgt blickte sie mich an. Ich will garnicht wissen wie doof ich da stand. Ich hätte mich wahrscheinlich selber ausgelacht. Aber ich konnte ihr doch nicht erzählen,dass ich mich in 'nen Fussballer verliebt hatte.Und auch noch in einen von Schalke.Sie würde mich ja für komplett verrückt halten. War ich überhaipt verliebt? Ich mein, ja ich find ihn süß aber Liebe ist dich ein sehr großes Wort.

"Mädels,was haltet ihr davon wenn wir uns das Training von S04 ansehen?",fragte uns mein Vater.

Eigentlich hätte ich sofort losgeschrien und gefragt,ob er sie noch alle hat.Aber jetzt.Jetzt konnte ich garnichts mehr sagen.Zum ersten Mal in meinem Leben blieb mir die Stimme weg.

"Das nehm ich dann mal als Ja",sagte mein Vater und zog Litti und mich vors Hotel.

Na toll. Wenn er mich jetzt sieht, denkt er bestimmt ich hätte ihm nur gelächelt wei er Fussballer ist.Mist.Na gut,Blondie würde ich auch sehen,aber das machte mir nichts aus.Als wir draussen waren,bemerkte ich,dass ich noch nicht mal seinen Namen wusste.

Ich rannte wieder ins Hotel und stellte mich abermals vor das Foto.Ich beugte mich nach vor um die Namen zu entdecken Beim Namen Ivan Rakitic musste ich leicht schmunzeln.Mir gefällt Blondie besser. Ich überrlegte mir schon ein paar Sprüche die ich ihm dann an den Kopf werfen konnte.

Ich las weiter bis ich seinen Namen endlich fand.Manuel Neuer.Klingt cool.Obwohl ich Manuel jetzt nicht unter meine Top 10 der Männernamen setzten würde.Ich blieb noch einige Sekunden stehen,bevor ich wieder zu den anderen ging.

Leider war ich mir nicht sicher ob ich den Mut hatte ihn anzusprechen.Was sollte ich denn sagen?Hat er eigentlich Zeit mit mir zu reden? Bestimmt entdeckt er micht nicht mal. Gut.

Wir gingen zu Fuß,da ich Sauerstoff brauchte um nicht die Fassung zu verlieren.

"Boah Jess.Du verhälst dich ja total kindisch.Es ist nur Schalke",sagte mein Vater.

Nur.Wenn der wüsste was gerade in seiner Tochter vorging. Ich seh meinen Vater schon grinsen wenn der das rausfindet. So ungefähr 'Tja Schalker Jungs sind eben die Besten'. Ich glaub mir wird schlecht.

"Ich bin 18 gleich 19 wie du weisst. Und außerdem bin ich eine Frau, Ich darf das",verteidigte ich mich.

Nach ein paar Minuten kamen wir an.Es standen ziemlich viele Leute rum und ich errechnete mir keine grossen Chancen Manuel oder Blondie oder sonst jemande zu sehen.Danke Gott.

Zu meinem Verwundern fanden wir dann doch noch einen Platz.Direkt am Spielfeldrand.Mein Vater war zu diesem Zeitpunkt glaube ich der glücklichste Mensch der Welt.Ich fand das garnicht cool. Lieber hätte ich mich versteckt. Am liebsten wär ich zurück ins Hotel gegangen. Oder besser direkt nach Hause.

Die Spieler kamen raus und wärmten sich auf.Blondie hatte ich sofort entdeckt.Schwer zu erkennen war der ja nicht.Und er war grösser,als ich dachte. Aber das Lächeln war immer noch genau so doof.

Ich versuchte mich hinter Litti zu verstecken,damit er mich nicht sieht.Ich konnte mir schon denken,dass er mich dann wieder dumm angrinst oder sonst was.Leider hatte ich kein Glück und wurde von ihm erkannt.Doch zu meinem Erstaunen grinste er nicht.Ich traute mich fast nicht ihn anzusehen aber ich wollte wissen,was er tat.

Er ging zu dem Typ,der vorhin im Auto auf dem Beifahrersitz saß.Nun blickte auch er mich an und flüssterte Blondie was ins Ohr.Wenn ich nur wüsste,was die vorhaben.Nach einer kruzen Absprache mit dem Trainer verschwand der Tätowierte wieder in der Kabine. Kommen die jetzt mit nem Kuchen oder was?

13.6.11 15:39


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Listen to your Heart. Kapitel 6

Manu's Sicht:

Ivans Idee war einfach lächerlich.Dumm.Idiotisch.Und ich Trottel mach da auch noch wie. Voll peinlich.

"Sag mal Ivan. Wie lange willst du ihnen denn noch nach fahren?", fragte Jermaine als er nach 10 Minuten auf die Uhr blickte. Ich kam mir total doof vor. Wir fahren einem Auto hinterher. Hinter Leuten die wir nicht kennen.

"Ich fahre ihnen so lange nach, bis ich weiß wo sie wohnen", gab Ivan von sich und konzentrierte sich auf die Straße.

Super.Jetzt find ich mal ein Mädchen toll und ich darf es nicht so angehen wie ich will. Naja gut. Ich bin ja selber schuld.

Trotzdem konnte ich mir einen weiteren Blick auf ihr Auto nicht verkneiffen. Vorhin hatte Ivan sie mal wieder so dumm angegrinst. Wenn der so weiter macht hat sie bald keine Lust mehr auf mich. Noch bevor wir uns überhaupt kennengelernt haben. 

"Weisst du eigentlich wie sehr du mich blamierst?",fragte ich ihn nervös.

"Blamieren?Wieso denn das?",fragte er erstaunt und sah mich durch den Rückspiegel an.

"Ja weil...weil...weil du mich eben blamierst",sprach ich und wurde wieder rot.

Hör auf immer wieder so rot zu werden. Du könntest glatt einer Tomate Kommkurrenz machen.

"Manu hat Recht.Anstelle,dass du ihr nachfährst hättest du besser du fährst zum Training",meckerte Jermaine.

Das Training.Das hatte ich ja total vergessen.Wie sollte ich mich denn bitte dadrauf konzentrieren wenn ich weiss,dass sie in der Stadt ist.Ivan tat so als hätte er garnichts mitgekriegt und fuhr stur weiter.

"Haha Manu.Die fahren nach Buer",lachte Ivan und freute sich wie ein kleines Kind.

Jetzt war ich richtig erstaunt .Auch noch mein Stadtteil.Wenn ich Glück hatte könnte ich ihr ja mal alles zeigen.Wir könnten spazieren gehen oder auch was essen. Okay Manu. Jetzt geht deine Fantasie wieder mit dir durch. 


Neben mir drehte sich Christian um.Er öffnete die Augen und blinzelte kurz.Nachdem er aus dem Fenster gesehen hatte fragte er: "Wo fahren wir denn hin?Haben wir nicht training?".

"Manu will sich ein Mädel schnappen",lachte Ivan.

Schon wieder wurde ich rot.Irgendwann wird er das zurück kriegen.Ich nahm mir das ganz fest vor. Ich könnte ihm beim Training den Ball ins Gesicht schlagen. Hey das wäre ne tolle Idee.

"Und warum fährt er dann nicht selbst?",fragte Christian und gähnte.

"Ja Ivan.Lass es sein und fahr uns zum Training verdammt.Ich will nicht schon wieder zu spät kommen",sagte nun Jermaine wieder.

Endlich hatte Ivan gemerkt,dass er doch besser hätte uns zum Training zu fahren.Enttäuscht und auch etwas wütend fuhr er zum Trainingsplatz.Ich kenne Ivan schon lange und weiss,dass er nicht so leicht aufgibt.Zu meinem Nachteil.

♥♥♥♥

Jess's Sicht:

Wir fuhren nach Gelsenkirchen-Buer. Nun war glaube ich der richtige Zeitpunkt um die Digi-Cam raus zunehmen und ein paar Fotos zu machen. Vielleicht könnte ich sie ja noch meinen Enkelkindern zeigen. Und zeigen wie viel Spaß ich hatte.Yuhu.

Vom Hotel war ich positiv überrascht. Es sah ziemlich gut aus. Nicht so wie ich dachte. Solange Blondie mich jetzt nicht mehr nervt, dann wird das vielleicht doch ein toller Urlaub.

Wir standen in der Lobby und während meine Eltern die Zimmer bekamen, sah ich mich mit Litti ein bisschen um. Das erste was mir ins Auge stach, war die übergroße S04 Flagge. War ja klar. Wir sind in Gelsenkirchen. Hier kann schlecht eine BVB Flagge hängen.

"Ehm Jess?Ich glaube du solltes dir das hier mal ansehen",sagte Litti.

"Was denn?", fragte ich und gesellte mich zu ihr.

Sie zeigte auf ein Foto."Kader 2008/2009" stand doch in grossen Buchstaben. Noch mehr Schalke. Super.

"Wow,willst du mir etwa sagen,dass du zum Schalke Fan mutierst?"

"Nein man.Schau doch mal genau hin",sagte sie und zeigte auf eine bestimmte Person.

Ich sah hin und mir blieb fast  das Herz stehen.Aber das konnte doch nicht sein.Ich wusste ja,dass mir der Typ bekannt vorkam.Aber daran hätte ich nicht gedacht.Mir wäre die Boyband definitiv lieber gewesen. Verdammt.

13.6.11 14:04


Listen to your Heart. Kapitel 5

Mein Vater fing schon wieder an zu singen. Mittlerweile lief seit geschlagenen 15 Minuten "Blau und Weiß ein Leben lang". Genervt blickte ich Litti an. Sie war genauso genervt wie ich. Lange würden wir beide es nicht mehr aushalten.

Kurz entschlossen machte ich mich los und beugte mich nach vorne. Ich nahm die CD heraus und verstaute sie in meiner Tasche. Ich habe echt nichts gegen Schalke - mal davon abgesehen, dass ich sowie nichts von dem Verein weiß - aber man muss wissen wann Schluß ist. Mein Vater hatte diesen Zeitpunkt definitiv überschritten. Als erstes wollte er mit mir meckern, aber gott sei dank hat meine Mutter auch ein Wort eingelegt und er beruhigte sich.

Wieder hörte ich Musik hinter mir. Nicht schon wieder. Sie war laut. Sehr laut. Vielleicht sogar noch lauter als vorhin.

"Ihr habt alle reiche Eltern und sagt Deutschland hat kein Ghetto"

Das war Bushido. Das war Bushido zusammen mit Eko Fresh. Wieso um Himmelswillen kenn ich eigentlich solche Musik? Und wer hört sowas eigentlich? Auch noch laut und auf der Autobahn. Ich wusste wieder nicht ob ich lachen oder schockiert sein soll. Ich versuchte zu sehen von wo die Musik kam und blickte nach rechts. Neben mir stand ne Hecke. War ja klar, wenn man die Ausfahrt nimmt. Toll. Ich drehte mich also, so gut es ging, nach hinten und blickte aus dem Fenster. Was ich dort sah verschlug mir beinahe die Sprache. Nicht schon wieder. Ich verdrehte leicht die Augen.

"Was zur Hölle ist denn das für bescheuerte Musik?",fragte Laetitia und hielt sich die Ohren zu.

"Bushido",lachte ich.

Sie verdrehte die Augen.Mit Hip-Hop konnte sie absolut nichts anfangen.Ich auch nicht. Vorallem nicht wenn ein Typ mit einem teueren Auto Texte wie "Junge ja ich leb im Gheddo" hört. Wo ist denn da bitteschön der Sinn?

"Errinnerst du dich noch daran wie ich vorher gelacht habe?",fragte ich sie.

"Wegen dem Auto das neben uns stand?",stellte sie mir die Gegenfrage.

Ich nickte und zeigte mit meinem Finger auf das Auto hinter uns.Litti sah sich kurz um und verdrehte wieder die Augen. Blondie kam wirklich nicht bei jedem gut an. Uff. Dachte schon es würde an mir liegen.

'Blondie hat die Sonnenbrille ja immer noch auf',dachte ich mir.Ich drehte mich nochmals um und sah,dass Blondie mich entdeckt hatte.Er grinste total bescheuert.

Kurz hatte ich den Drang ihm den Mittelfinger zu zeigen,aber dann liess ich es lieber sein.So fies konnte ich doch nicht mit ihm sein.Wahrscheinlich würde der dann noch einen Unfall bauen und sich aufregen. Aber hey das wäre doch lustig oder? Sollte ich vielleicht doch..? Ehm nein lieber nicht. Wir wollen nichts riskieren.

Auf einmal dachte ich an den süßen Typen,der ebenfalls dort im Auto sass.Sein Lächeln war einfach nur toll,obwohl ich gestehen muss,dass ich danach ziemlich durch den Wind war. Wieso eigentlich? Ich habe schon oft Leute angelächelt und die mir auch. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich zu lange in der Sonne war.

Ich weiß nicht wieso aber irgendwie kam mir Blondie bekannt vor.Ich hatte den schon mal gesehen aber wo weiß ich nicht mehr.Auch sein Nachbar kam mir sehr bekannt vor.Vielleicht ist das ja eine neue Boyband? Blondie wäre jedenfalls die perfekte Besetzung. Hey ich ihn hätte nach einem Autogramm fragen sollen.

Ich musste schon wieder lachen.Ich hatte heute mit diesem Typen schon mehr gelacht als sonst in einer Woche.Eines muss man ihm lassen.Er ist ein guter Entertainer.

Endlich hatten wir das letzte Stück Ausfahrt erreicht und fuhren nun nach Gelsenkirchen-Buer. Wie konnte mein Vater eigentlich den Weg wissen? Er war noch nie in Gelsenkirchen. Versteh einer die Männer.

Na gut. Wie auch immer. Ich lehnte mich zurück und blickte aus dem Fenster. Ich fragte mich, was uns noch alles erwartete. Nach Blondie konnte mich eigentlich nichts mehr so schnell erschrecken.

13.6.11 12:27


Feedback

Hey Leute ♥

Ich hoffe euch gefällt mein Blog. Ich habe das Design ein bisschen verändert.

Oben im Header könnt ihr unter "Fanfiktions" nun die Story rund um Manuel und Jess finden. Hoffentlich gefällt sie euch.

Ich habe noch einen Haufen anderer Ideen, die ich aber erst nach und nach preisgeben werde.

Außerdem würde ich mich über ein paar Reviews/Kommentare freuen.

Danke ♥

13.6.11 12:00


Listen to your Heart. Kapitel 4

Manu's Sicht:

Warum?Warum ist Ivan eigentlich so dumm?Warum wurde ich rot?Und warum um alles in der Welt fährt er mich so an?Auf die erste Frage, naja, da gibt es keine Antwort. Auf die zweite eigentlich auch nicht so richtig. Und auf die dritte schon garnicht. Ich mein, die Kleine hat doch wirklich nichts getan, ist doch klar, dass ich sie dann beschütze oder etwa nicht? Außerdem waren Ivans Sprüche noch nie die besten. Nur kam er damit bei Frauen wesentlich besser an als ich.

Wütend, enttäuscht und traurig zugleich blickte ich ihrem Auto nach. Sie war echt süß. Und sie hat mich angelächelt. Mein Herz wäre mir dabei fast in die Hose gerutscht. Beinahe hätte ich mich nicht getraut ihr ebenfalls zu lächeln, doch irgendwie schaffte ich es trotzdem. Gut gemacht Manu. 

Nachdem ihr Auto ausser Sicht war, setzte ich mich wieder gerade hin und blickte kurz neben mich. War ja mal wieder klar, dass der Herr Pander so etwas verpennt. Nachdem ich ihm einige Sekunden zugesehen hatte, öffnete sich sein Mund ein wenig. Ich konnte mir schon denken was jetzt kam und blickte ihn schockiert an.Schon gings los: er schnarrchte. Und zwar so als ob man meinen könnte, ein ganzer Wald würde abgesägt werden. Ich verdrehte kurz die Augen und bemerkte, wie mich Ivan durch den Rückspiegel betrachtete.

"Was ist?",meckerte ich. Ich war immer noch sowas von sauer auf ihn.Ich fand ich das alles einfach nicht gerecht.

"Ich glaub die Kleine hat dir ganz schön den Kopf verdreht",sagte er.

Erstaunt blickte ich ihn an. Wieder wurde ich rot.Was war denn nur los mit mir? Ein kurzer Blick zu Jermaine genügte um zu sehen, dass er Musik hörte. Christian schlief sowieso. Da könnte ebenso gut eine Bombe neben ihm hochgehen, der würde das nicht mitkriegen.Ich konnte also ungestört mit Ivan reden.

"Ich versteh einfach nicht warum du immer wieder solche dummen Sprüche raushauen musst",fing ich an.

"Und ich versteh nicht wieso du dich so aufregst und warum du rot wirst,wenn ich von ihr rede",grinste Ivan.

Hallo. Verarscht er mich jetzt? Ich reg mich doch garnicht auf. Na gut vielleicht ein bisschen. Hatte er vielleicht Recht? Nein nein hat er nicht. Wieso sollte ich mich in jemanden verlieben, den ich sowieso nie wieder sehen werde. Außerdem kann man sich garnicht so schnell verlieben.

"Ach denk doch was du willst",sagte ich und blickte wieder aus dem Fenster. Mit dem konnte man einfach nicht normal reden.

"Na vielleicht hast du ja Glück.Sie nehmen gerade die Ausfahrt nach Gelsenkirchen",lachte Ivan.

Oh. Mein. Gott. Mein Herz pochte wie wild. Wenn sie nach Gelsenkirchen fahren, ist die Chance groß, dass ich sie nochmal wieder seh. Denn wenn man schon nach Gelsenkirchen fährt muss man mindestens einmal beim Training gewesen sein.Oh gott Manu,deine Gedanken gehen mal wieder mit dir durch.

Hoffentlich ist sie nicht allzu erstaunt,wenn sie erfährt wer ich wirklich bin.Ich bin ja quasi DER Gelsenkirchener. Vorhin war sie irgendwie ganz natürlich. Als ob sie nicht wüsste wer ich bin. Oder es interessiert sie einfach nicht. Kann auch sein.

Erst jetzt bemerkte ich,dass ich meine Sonnenbrille noch anhatte.Ich schlug mir mit der flachen Hand gegen den Kopf.

"Wenn du willst helf ich dir auch nach ihr zu suchen",sagte Ivan nach einer Weile.

"Haha. Du? Willst mir helfen?"

"Ja. Komm Manu. Ich seh doch dass du etwas hast. Ich hab gespürt wie glücklich du warst als sie dich angelächelt hat. Und dann wirst du auch noch rot. Echt jetzt. Ich bin nicht blind",erklärte er mir.

Er hatte definitv Recht. In letzter Zeit fühlte ich mich irgendwie traurig und ausgelaugt. Die neue Saison stand vor der Tür und ich musste wieder alles geben. Schließlich wollte ich auch weiterhin die Nummer 1 bleiben. Aber als ich sie dann sah fühlte ich mich total glücklich. Als ob die Zukunft weit entfernt wäre und ich das einfach alles genießen möchte,was ich jetzt erlebe.

"Na gut. Einen Versuch ist es wert. Aber wehe du lässt wieder so einen dummen Spruch kommen"

13.6.11 01:28


Listen to your Heart. Kapitel 3

Das Schlimmste was jetzt noch passieren konnte, war gerade eingetreten. Wir standen im Stau. Trotzdem konnte ich mich nicht beschweren, ich konnte über alles nachdenken was in letzter Zeit passiert ist. Ich hatte mein Schuljahr geschafft. Beim zweiten Anlauf. Dad war ziemlich sauer, als ich ihm sagte, dass ich durchgefallen war. Aber es war vielleicht ganz gut so. Denn sonst hätte ich Laetitia, die ich liebevoll Litti nenne, wohl nie kennengerlernt.

Nach einiger Zeit musste ich das Fenster öffnen und ein bisschen frische Luft herein lassen. Okay gut, wir haben eine Klimaanlage, aber so ließ sich die Wartezeit besser ertragen. Es war sehr warm draussen und es wehte fast kein Wind. Aber es roch toll. Es roch nach Ferien.

Ich hatte ein komisches Gefühl im Bauch. Irgendetwas würde in Gelsenkirchen passieren, ich wusste nur nicht ob es in positiver oder negativer Weise geschehen würde. Und genau das machte mir Angst, denn ich hasse Überraschungen.

Ich wurde aus den Gedanken gerissen. Durch ziemlich laute Musik. Ich blickte nach rechts und sah neben mir einen schwarzen VW Phaeton. Man hat der Typ Geld. Das Auto ist nicht gerade billig. Dachte ich mir jedenfalls. Ich konnte sehen, dass die Fenster ebenfalls geöffnet waren und das Auto mit vier Typen besetzt war. Am Steuer saß ein blonder Typ, der ziemlich dämlich zur Musik nickte. Er hatte, genau wie die anderen, eine Sonnenbrille auf, was mir jetzt erst auffiel.

"Man, mach die Musik leiser. Wir sind nicht taub Alter", motzte der Typ auf dem Beifahrersitz.

"Wieso sollte ich?Ich mag laute Musik", sagte der Blonde und grinste.

'Ich nenn den ab jetzt Blondie. Irgendwie sieht der dumm aus', dachte ich mir und musste lachen.

Ich hörte allerdings schnell wieder auf. Ein anderer, der hinter Blondie saß, sah heimlich zu mir rüber. Dieser war auch blond. Sah aber definitib schlauer aus als sein Vordermann. War ja auch nicht schwer.

"Siehst du?Su bringst die Leute mit deiner dummen Musim und deinem dämlichen Knopfnicken noch zum lachen", stöhnte wieder der Beifahrer.

"Na wenn sie dann auch noch so süss sind, habe ich damit kein Problem", er schaute mich an und zwinkerte mir zu.

Ich wusste nicht ob ich lachen oder mich vor Scham verstecken soll. Mein Körper entschied sich für letzteres. Mir stieg die Röte in den Kopf. Man war das peinlich.

"Ohlala. Jetzt wird sie auch noch rot. Niedlich", sagte Blondie.

"Man jetzt halt doch endlich deine Klappe und mach die Musik aus", sagte nun der andere Blonde. Ich war ein wenig irritiert, weil er sich jetzt zu Wort meldete, aber es war süss zu sehen wie er sich aufregte.

"Uh Manu. Machst du jetzt einen auf Gollum und verteidigst deinen Schatz? Wenn das keine Liebe ist", lachte Blondie.

Nun wurde auch der Angesprochene rot. Willkommen im selben Boot. Irgendwie tat er mir Leid. Der Arme wollte mich doch nur verteidigen und wird dann so angeraunt. Ich sah ihn an und lächelte. Als er dies bemerkte lächelte auch er.

"Klappe Ivan. Er hat Recht und jetzt mach die Musik aus", sagte der Beifahrer nun etwas lauter. Ich konnte erkennen, dass er einige Tattoos an den Armen hatte. Man war der cool. Sein Nachbar eher nicht so.

Als würde es Wunder geben, machte Blondie die Musik tatsächlich leiser. Endlich fuhren wird weiter und ich sah wie sich Blondie über etwas aufregte. Nun musste ich wieder lachen. Sein Gesicht war einfach nur geil. Ich wusste garnicht, dass ein Mensch solche Grimassen draufhat.

"Was ist denn los?", fragte meine Mutter und drehte sich um.

"Ach nichts.War nur gerade sehr lustig", antwortete ich und lachte immer noch.

Wir fuhren und fuhren. Wenn ich nicht bald aufs Klo komme dann flippe ich aus. Ich dachte immer noch an diese Jungs. Allerdings nicht an Blondie. Der sollte nicht in meinen Gedanken sein. Ich date lieber an den anderen. Der, der mich so süss beschützt hatte.

12.6.11 22:47


Listen to your Heart. Kapitel 2

Kennt ihr das altbekannte Problem? Ihr steht vor eurem Kleiderschrank (der übrigens beinahe zusammenfällt, weil so viel drin ist) und ihr findet dann absolut nichts zum anziehen?Genau.So ging es mir auch. Ich wühlte mich durch sämtliche T-Shirts, Jacken und Hosen. Nach einiger Zeit hatte ich keine Lust mehr und packte einfach das ein, was ich meiner Meinung nach gebrauchen konnte. Wenn es nicht reichen sollte, in Gelsenkirchen gibt es doch bestimmt Geschäfte oder?

Ein kurzer Blick auf die Uhr und in meinem Gesicht machte sich Panik breit. In 3 Stunden mussten wir bei Laetitia sein. Danach hatten wir eine lange Fahrt nach Gelsenkirchen vor uns.Yuhu. Bevor es so weit war, hatte ich noch viel zu tun. Ich rannte gehetzt ins Bad, wobei ich auf dem Weg dorthin fast meinen Vater umrannte.

"Heeey. Junges Mädel. Nicht so hastig", lachte er.

"Ja sorry. Aber ich muss mich jetzt fertig machen", antwortete ich und schob ihn aus dem Bad.

Ich gönnte mir erstmal eine gute und warme Dusche. Man war das ein Stress. Bis vor einer Stunde dachte ich noch, dass ich diesen Sommer im Halbkoma verbringen würde, weil absolut nichts los war. Auf einmal war ich kurz davor zwei Wochen in Gelsenkirchen zu verbringen.

20 Minuten später war ich schon angezogen und fing an mich zu schminken. Es klopfte an meiner Tür. Es war mein Dad. Widerwillig lies ich ihn herein.

"Gehst du heute Abend in die Disco oder warum schmierst du dir soviel Farbe ins Gesicht?", fragte er belustigt.

Mein Vater versteht immer noch nicht, dass es beim Make-up nicht um Farbe und anstreichen geht, sondern darum gut auszusehen. Männer.

"Ach weißt du Paps, ich schminke mich absichtlich hässlich. Ich will dich ja auch einmal gut aussehen lassen", neckte ich ihn.

Ich musste ziemlich lachen als ich den Gesichtsausdruck von meinem Vater sah. Er war beleidigt, das konnte man sehen. Er schnappte sich seine Kulturtasche und fing an zu packen. Ich verlies das Bad. Immer noch belustigt.

Eine knappe Stunde später saßen wir alle im Auto und fuhren los.

"Ein Leben lang, blau und weiss ein Leben lang",sang mein Vater voller Enthusiasmus.

"Baah. Ich kanns nicht mehr hören. Wenn du nicht sofort aufhörst, dann kannst du den Rest zu Fuß laufen", meckerte meine Mutter.

Bääm. 1:0 für sie. Sie hatte eindeutig Recht und mein Vater wusste das auch.

Beleidigt fuhr er weiter. Noch knapp eine Stunde und wir waren da.

12.6.11 22:09


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